| U15: Die U15, Globale Erwärmung, eine Sauna und die Tropen |
|
|
|
| Geschrieben von: Administrator |
| Montag, den 25. Mai 2009 um 10:08 Uhr |
|
Auf den ersten Blick mag diese Überschrift befremdend wirken, doch wer am vergangenen Donnerstag so gegen Mittag in der Sporthalle Steinergasse war und das letzte Spiel der U15 gesehen hat, der weiß sofort was diese Dinge verbindet. Ganz einfach: Ohne sich auch nur einen Millimeter zu Bewegen, gerät man anständig ins Schwitzen. Wer nun denkt, dass in der Steinergasse die Klimaanlage ausgefallen ist, irrt mehr als jeder Tourist im Schönbrunner Irrgarten. Der Grund für den Geruch nach Angstschweiß und abgekauten Fingernägeln (?!) war ein irre spannendes Spiel zwischen Tecton Wat Atzgersdorf und Post SV Wien. Dabei sprach die Statistik klar gegen die Post. Zweimal (einmal im Grunddurchgang) war man aus der Heimhalle der Atzgersdorfer mit einer hohen Niederlage nach Hause geschickt worden. Zusätzlich machte der Ferienverkehr einem gründlichen Aufwärmen einen dicken Strich durch die Rechnung. Bis fünf Minuten vor Spielbeginn trudelten noch Postler ein, um den Kader aber letztendlich doch als vollständig anwesend melden zu können. Das Spiel begann sehr konzentriert auf beiden Seiten. Lange Angriffe, geschlossenes Zurücklaufen und kompakte Verteidigungen ließen keinen Blitzstart zu. So vielen die Tore abwechselnd, doch immer mit der +1 Führung für die Post. In Spielminute dreizehn gelang dann Adi Kirdar, der in der zweiten Welle eingelaufen war und von Dragan Jovanovic schön angespielt wurde die zwei Tore Führung zum 6:8. Doch Atzgersorf ließ nicht locker und innerhalb von wenigen Minuten glichen sie aus und drehten den Spieß auch noch um, 13:11. Nun wurde es hektisch in den Postreihen. Anstatt gemeinsam weiter zu spielen, verlor man in der Verteidigung die Geduld, im Angriff wurden die Ansagen überhört und man versuchte sich mit unvorbereiteten Einzelaktionen durchzusetzen, 15:12. In diesem Moment zeigte sich das freundschaftliche Klima der Post. Als der Führungsspieler Dragan Jovanovic aufgeben wollte (!!!böser Dragan!!!) motivierten ihn seine Freunde positiv und kameradschaftlich dazu weiterzuspielen. Und es sollte sich lohnen. Halbzeitstand: 15:15! Jetzt war die Anspannung jedem ins Gesicht geschrieben und so unterhielt man sich die ersten Minuten der Halbzeit erst einmal über Ferienpläne am langen Wochenende, Eintrittspreise in städtische Bäder und ob Danijel wohl jemals eine Freundinn finden wird und wenn ja, warum? Es wurde viel gelacht und einmal tief durchgeatmet. Dann wieder zurück zum Handball. Die Aufgabe war eindeutig. Diszipliniert und geduldig spielen. Das zeigten die Burschen dann auch. Hinten fiel in den ersten fünf Minuten kein Tor und vorne wurde lang und auf die Chance gespielt, die sich dann auch zweimal bot und nur mit jeweils einem Sieben-Meter-Foul unterbrochen werden konnte. Marko Gvozden netzte beide sicher ein und so wurde aus dem 15:13 Rückstand eine 15:17 Führung. Aber wer jetzt schon mit einer Vorentscheidung liebäugelte, der war noch mehr auf dem Holzweg als Heidi Klum auf dem Laufsteg. 18:18, 19:19, 20:20, (…), 24:24 sieben Minuten vor dem Ende. Und dann ganz plötzlich… Und dann passierte ganz plötzlich drei bis vier Minuten gaaaaar nix! Beide Abwehrreihen blieben geschlossen. Noch vier Minuten und keine Entscheidung in Sicht. Wer hatte in den letzten Minuten noch mehr Konditionsreserven und wer hatte die dickeren Nerven? Anscheinend die Post gleich zweimal wurde der Gegner ausgekontert, 24:26. Aber wieder zu früh gefreut. Anschlusstreffer Atzgersdorf. Jetzt wurde es langsam knapp. Noch drei Minuten auf der Uhr und nur eine hauchdünne Führung. Die Post im Ballbesitz. Ein langer Angriff. Der Arm des Schiedsrichters ging hoch. Zeitspiel! Nein. Marko Gvozden behielt die Nerven, täuschte ein Wechsel im Rückraum an und ging durch die Abwehr wie ein heißes Messer durch die Butter. Wieder +2 für die Post. Nun hat es Atzgersdorf eilig. Der scharfe Wurf aus dem Rückraum wird geblockt, der Ball ruhig nach vorn getragen. Ein langer Angriff. Ein schöner Spielzug und Dragan Jovanovic wird schön am linken Flügel freigespielt und trifft. 25:28. Aber nicht zu früh freuen. In den letzten zwei Minuten sollten noch vier Tore fallen. Atzgersdorf greift an. Dominik Hrkac, in diesem Spiel zum ersten Mal als Einser vor der Deckung, fängt einen weiteren Ball ab. Spielt ihn zurück zur Abwehr und sprintet vor. Doch der Ball fliegt Richtung gegnerischen Kreisläufer. Erreichen tut er ihn jedoch nicht. Die Deckung ist hellwach, fängt den Ball und spielt ihn wieder vor zu Dominik, der in der Zwischenzeit alle übersprintet hatte und nun frei vor dem Tor trifft. +4 für die Post. Doch damit nicht genug. Der nächste Ball wird gehalten ruhig nach vorn gespielt und verwandelt +5. Dann doch noch ein Treffer für Atzgersdorf durch Alen Bajgoric (sein elfter), der aber kurz vor Schluss wieder von Dominik Hrkac egalisiert wurde. Endstand 26:31. Damit nimmt die U15 aus den letzten sieben spielen 13 von 14 möglichen Punkten mit, sprich ein Unentschieden und sechs Siege. Oder anders ausgedrückt, seit Neuzugang Özgan Kirdar seinen Bruder im Tor abgelöst hat ist die Post ungeschlagen. Jungs, ihr könnt stolz auf euch und eure Entwicklung sein! Die U17 ruft und wem das hier gefallen hat, der ist herzlich eingeladen mitzumachen. Egal ob als Fan, Spieler, Sponsor oder Betreuer. In der nächsten Saison geht’s wieder rund! |
| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 22. März 2010 um 07:50 Uhr |