2007/2008

UWW1/B-WAT15: 38:28

Im Nachtragsspiel der 4. Runde setztes es eine empfindliche Niederlage für die Truppe von WAT 15 gegen die Routiniers von West Wien 1B. Gleich mit Beginn des Spieles zeichnete sich die Niederlage der Fünfhauser ab. Technischer Fehler, vergebener 7m Wurf, 3x 100% vergeben. Die West Wiener nutzten im Gegenzug ihre Chancen und setzten sich gleich von 6:2 über 9:4 nach und nach ab. Mit eine komfortablen 18:11 ging es in die Pause. Nach der Pause versuchte sich Fünfhaus nochmals aufzubäumen rackerten und rackerten, scheiterte jedoch immer wieder im Abschluss am solide spielenden Paulensteiner, jedoch mehr an sich selbst. In der Deckung griffen sie zwar tüchtig hin, was jedoch vom Schiedsrichterpaar als "zu intensiv" bewertet wurde und so spielte man fast die komplette 2.Halbzeit in Unterzahl. Kurzzeitig war man sogar nur zu dritt am Feld. Die West Wiener genossen das Spiel schlossen oftmalig sehr schön ab, jedoch vergaben beide Seiten 100%ige Chancen im zweistelligen(!) Bereich. Geprägt von einem wirren Umherlaufen beider Mannschaften glich das Handballfeld in Hälfte 2 mehr einem Schlachtfeld (teilweise sehr grobe Fouls) als sonst was, zu konfus beide Mannschaften, zu hektisch das Spiel. West Wien spielte cleverer, mit vielen Kreisanspielen, konnten nie final im Spielfluss unterbrochen werden und zogen auf 35:22 davon, was nur etwas durch den Schlussspurt von WAT15 verschönert werden konnte. Letztendlich ein verdienter (Heim-!)Sieg für den Titelanwärter, der jedoch bereits nach den ersten 10 Minuten ungefährdet war. Was wäre wohl gewesen, wenn WAT15 letzte Woche so eine Chancenauswertung gehabt hätte.. Was wäre wohl ... blablabla.

Rundenvorschau 7

Am Sonntag geht es weiter in der Wiener Liga, es werden aber nur drei Begegnungen gespielt. Die ersten beiden Begegnungen aus Runde 7 sowie ein Nachtragsspiel aus Runde 4. Bei Letzterem handelt es sich nicht um irgendein Spiel, sondern um die Partie West Wien 1B gegen Fünfhaus. Als Experten für die Rundenvorschau haben wir diesmal unseren treuen POST SV Wien Handball Fanclub aus Neustift am Dumpf zur Feder gebeten, welches sie gerne taten...DES IS JO DES!

Zuerst ein Wort vom Obmann.

Fanclub Neustift am Dumpf

Liebe Leser der Internethomepage von Post SV,

mir als Obmann im Fanclub aus Neustift am Dumpf ist es wichtig, euch klarzumachen, dass wir immer hinter euch stehen. Wir können nie Spiele von euch besuchen, da wir den Laster für die tägliche Arbeit brauchen. Aber wir informieren uns seit Jahren über euer Abschneiden. Immer wenn jemand aus der Gemeinde in ein benachbartes Dorf fährt, bitten wir ihn zum Internet zu gehen und zu berichten, wie es euch ergangen ist. Mit Freude verfolgen wir eure mit tollen Inhalten gefüllte Homepage. Aber ihr sollt auch wissen, dass wir direkt hier in Neustift am Dumpf immer wieder etwas für euch tun. Jeden Tag wird die Gemeinde morgens um halb 6 Uhr geweckt, wenn unsere Blasmusikkapelle den "Postler Handballmarsch" in den Strassen spielt. Jeden Sonntag ist Postkegeln, bei dem jeder der Kegelbrüder so tut, als wäre er ein gewisser Post-Spieler, und versucht, sich auch so zu verhalten, so zu reden etc. Das ist immer ein Spass. Und beim jährlichen Stammtisch-Cup zwischen FC Kirchenwirt und FC Goldener Hirsch sammeln wir Geld für die Post SV Mannschaft. Meistens versaufen wir es aber noch am selben Abend. Naja, ganz ohne irgendwas bleibt ihr dabei nicht, denn dabei tun wir wieder so, als wären wir Post-Spieler.

Na denn, auf das wir uns bald treffen können, und bis dahin alles Gute und volle Post!

Fanclub Neustift am Dumpf
Karl Maroder, Obmann

PS: 2011 sollen wir auch ein Internet bekommen, dann könnten wir eine Homepage kaufen und uns gegenseitig verlinksen.


Die gesamte Runde im Ãœberblick:

Wiener Liga, Runde 7

Sonntag, 18.11.2007

Union West Wien 1/B - SG WAT 15 M-HB WW
HSV - aon Fivers 1/B
Union West Wien - Tecton WAT Atzgersdorf

Samstag 24.11.2007

Post SV/1 - Union West Wien 1/B
Post SV/3 - WAT Floridsdorf
Post SV/2 - SG WAT 15 M-HB WW

 

Das erste Spiel wurde getippt von unserer Roswitha. Sie ist Hausfrau, oft trifft man sie beim Gasthaus zum Goldenen Hirschen an. Beim Frühschoppen versucht sie oft spontan lustige Texte für den Postler Handballmarsch zu erfinden, scheitert dabei meist am zackigen Tempo des Stückes und tröstet sich danach selbst mit Zirbenschnaps, den sie immer dabei hat. Beim Postkegeln versucht sie oft zu später Stunde denjenigen zu küssen, der Wolfgang Rothauer darzustellen versucht.

 

Unsere Roswitha

Union West Wien 1/B - SG WAT 15 M-HB WW

Expertentipp von der Fanclub Roswitha aus Neustift am Dumpf

Grundsätzlich ein spannendes Duell, es treffen zwei der drei Top-Teams der Liga gegeneinander an. Nach dem knappen Fünfhaus-Sieg über Post letzte Woche könnte dieses Duell für die Hinrundentabelle entscheidend sein. Gewinnt Fünfhaus, so haben sie einen guten Polster für die Rückrunde. Und in ihrer jetzigen Form ist es nicht unwahrscheinlich, dass sie alle Spiele gegen die anderen 7 Mannschaften der Liga gewinnen weden. Gewinnen die West Wiener am Sonntag, so ist keiner der beiden klar voran, und Post würde mit einem Sieg über West Wien eine Woche später aufschliessen. Damit würde der Dreikampf erst in der Rückrunde entschieden - vorausgesetzt natürlich, dass keiner der drei über einen "Kleinen" stolpert.

Die Fünfhauser leben offensiv vor allem von ihrem blitzschnellen Konterspiel. Um dieses wirksam zu machen, müssen in der Deckung Bälle erarbeitet werden. Aber West Wien spielt routinierte Angriffe und gilt als die ballsicherste Mannschaft der Liga, technische Fehler passieren ihnen so gut wie nie. Die Fünfhauser müssen also ihre 1 gegen 1 Leistung in der Deckung klar gegenüber dem Post-Spiel verbessern, um im Konterspiel auf Tore zu kommen. Bei den West Wienern hingegen gilt es zuerst einmal vor Spielbeginn zu sehen, wer aller den Weg in die Halle gefunden hat. Wenn sie wieder mit so mager besetzter Bank antreten wie zuletzt, werden sie sicher vom ermüdenden Tempospiel der Fünfhauser ausgelaugt, und die Kräfte in der Schlusphase könnten fehlen. Ein Spiel in dem alles passieren kann, jeglicher Ausgang ist möglich.

Wenn man bedenkt, dass im letzten Aufeinandertreffen im Wiener Cup die West Wiener klar mit Plus 12 gewinnen konnten (39:27), und die Spielstile der beiden Vereine vergleicht so glaube ich, dass sich die routinierteren Spieler von der Union West Wien 1/b durchsetzen werden. Und das im Endeffekt gar nicht einmal knapp, ich glaube an einen hohen Sieg. Aber so bin i halt einmal.

Stammtischkommentar zum Abschluss: "West Wien gegen West Wien. Is da net wurscht wer gewinnt? Weil es gwinnt eh West Wien. Ahahaaha! Noch Zirbenschnaps, irgendwer?"

 

Das zweite Spiel hat sich unser Rudolf unter die Lupe genommen. Rudolf ist seit 52 Jahren Frühpensionist. Seine drei Hobbies sind Kettenrauchen, Post SV Handballdiskussionen führen und den Laster fahren. Als man ihm 1959 den Führerschein abnahm, und Post SV Handball ihn kurzzeitig weniger interessierte half er sehr stark mit, dem Dorftrafikanten einen goldenen Cadillac mit 3 Bikiniplaymates (serienmässig installiert) zu finanzieren. Rudolf gehört zu den größten Rednern am Stammtisch beim Kirchenwirt.

 

Unser Rudolf

HSV - aon Fivers 1/B

Expertentipp vom Fanclub Rudolf aus Neustift am Dumpf

Die aon Fivers sind ein unberechenbares Team, ihre Spieler haben die Qualität, in der Liga jedes Team zu fordern und womöglich auch zu besiegen. Das sah man nicht zuletzt beim eindrucksvollen 13-Tore-Sieg gegen UWW, trotz der roten Karte. Womit wir bei deren Kehrseite sind. Langsam aber unafhaltsam arbeiten sie sich an die Spitze der BadBoys Wertung, und das gleich mit mehreren Spielern. Was die Mannschaft wiederum schwächt, und ihre Unberechenbarkeit erklärt. Beim HSV ist der Lauf erstmals eingebremst. Nach drei Siegen und einem Unentschieden folgten nun zwei deutliche Niederlagen. Wollen sie weiterhin oben dabei bleiben, dann müssen sie nun wieder zwei Punkte holen.

Meiner Meinung nach sind die Fivers im Angriff viel stärker besetzt als der HSV in der Deckung. Was bedeutet, dass die Fivers ihr starkes Angriffspiel vermutlich auch erfolgreich abschliessen und somit Selbstvertrauen für die eigene Deckung tanken. HSV hat seine Stärken in der Ausgeglichenheit sowie im Konterspiel und somit in der Kondition. Sollte nun meine Vermutung aufgehen und die Fivers spielerisch einiges vorlegen, muss der HSV zusehen, dass er immer noch Tore erzielt, und das Ergebnis knapp hält, um dann in der letzten Viertelstunde bei noch knappem Ergebnis über die schneleln Konter davonzuziehen. Wenn die Fivers aber davonziehen, wird der Schlusspurt auch nicht reichen.

Darüber hinaus treffen hier zwei kampfstarke Mannschaften aufeinander, die dem Gegner nicht aus dem Wege gehen. Falls die Nerven nicht mitspielen könnte sich hier auch ein sehr ruppiges Spiel entwickeln, bei dem dann wieder Strafen auftauchen, die das Ergebnis entscheidend beeinflussen können.

Mein Tipp ist ein knapper Sieg für den HSV. Und ich denke, dass es tatsächlich ein hart geführtes Spiel wird, mt vielen Strafen und vielen Kontern. Wenn ich aber falsch liege, dann wird es gleich ein hoher Sieg für die Fivers.

Stammtischkommentar zum Abschluss: Die wern sich beide ordentlich einehaun. Und zwar in die Magengrubn, hahaha! Wo san meine Tschick?

 

Das dritte Spiel analysiert für die Post SV Homepage unser Koarl. Dunkle Gerüchte kreisen um ihn, seit er damals den Dorfpfarrer betrunken machte, dann bei Nebel in der Nacht mit ihm am Abgrund entlang spazieren ging, und dem Dorfpfarrer offensichtlich ein schreckliches Ausrutsch-Mißgeschick geschah. Koarl hat stellvertretend - ohne die dazugehörige Ausbildung - den Posten kurzfristig übernommen, was ihm in der Gemeinde großen Dank einbrachte. Wenn er nicht gerade mit seinen Ministranten seinen Weingarten pflegt, sitzt er gerne am Stammtisch des Goldenen Hirschen, wo man ihn als einen großen Skeptiker kennt.

 

Unser Koarl

Union West Wien - Tecton WAT Atzgersdorf

Expertentipp vom Fanclub Koarl aus Neustift am Dumpf

Es treffen die beiden Teams mit Katastrophenstart aufeinander. Atzgersdorf hatte einzusehen, dass man nach 4 Runden und 4 Niederlagen mit null Punkten Tabellenletzter war. Darauf folgten aber 2 Siege, auswärts gegen die zu favorisierenden Post SV/2 sowie dann auch gegen Post SV/3. Jetzt liegt man mit 4 Punkten plötzlich auf Platz 6 der Tabelle. Union West Wien machten nach 4 Runden auch null Punkte, verloren aber einige der Spiele nur knapp. In Runde fünf dann der Auswärtssieg gegen Post SV/3, der auch erst in der Endphase dank zweier roter Karten gegen die Heimmannschaft fixiert werden konnte. Und letzte Runde dann die überraschend hohe Klatsche gegen die Aufsteiger aon Fivers. Somit liegt UWW momentan am 8. Tabellenrang, mit einem Sieg im Duell, könnten sie aber Atzgersdorf wieder überholen und den 6.Platz selbst übernehmen.

Die Begegnung wird sicher sehr spannungsgeladen. Beide Teams wissen, dass die Saison heuer, und vor allem der Modus, der es nicht erlaubt, die Pflichtpunkte liegenzulassen. Und für beide Teams sind die jeweiligen Gegner als Pflichtpunkte zu klassifizieren. Der Vorteil der Atzgersdorfer ist das Zugpferd Günther Fiala. Er trifft verlässlich und konnte bisher bereits 49 Tore erzielen (Platz 2). Zusammen mit Alexander Friedl bildet er das Herzstück, an dessen Leistung sich die Jungen anhängen. Bei UWW ist es vor allem das Kollektiv, welches für Gefahr sorgt, aber mit Lukas Keusch hat man auch einen Top-Torjäger (42 Tore, Platz 3) reaktivieren können.

In so einer Partie werden sicher beide Mannschaften vorsichtig agieren, und in den entscheidenden Phasen werden es die Führungsspieler sein, die die Verantwortung übernehmen. Während Atzgersdorf hiervon nur 2 hat, und UWW mehrere so denke ich, sind die beiden Atzgersdorfer (vor allem Fiala) schwerer zu kontrollieren. Daher tippe ich auf leichte Vorteile für die Atzgersdorfer, eine knappe Partie mit wenigen Strafen und vielen Toren. Und auf Sieg Atzgersdorf.

Stammtischkommentar zum Abschluss: Wann die Burschn net anständig spielen, wird das ein Duell Not gegen Elend. Wenn sies aber gscheid mochn, wirds a Sensationsspiel, Kampf pur.

 

Möchtest du das nächste Mal als Experte in der Rundenvorschau mitwirken? Jeder ist willkommen! Schreib uns ein Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

HIER GEHT’S ZUM GESAMTEN SPIELPLAN DER WIENER LIGA


Alle Spielberichte der Post Mannschaften gibt es online auf www.post-handball.at.
Die Statisktiken gibt es unter Menüpunkt "Tabelle".

6. Runde WAT Floridsdorf - Post SV/2

 

 

Floridsdorf - Post 2
Günther Soukup

Floridsdorf - Post 2
Mario Kustura

Floridsdorf - Post 2
Peter Haidvogel

WAT Floridsdorf - Post SV/2 30:37 (14:19)

Schneesturm in Kagran, das Leben kann doch so schön sein. Der Tabellensiebente Floridsdorf wollte sich endlich auf die Hinterbeine stellen, um zu zeigen, dass man Anspruch auf die Top-Plätze hat. Kadermässig kam es aber zu einer Veränderung gegeüber dem Spiel der letzten Runde gegen Post SV/1, ihr Werfer Peter Zivica lief nicht auf, das machte jedoch ihr neuer Spielertrainer Günther Grafelmann. Post SV/2 war gut besetzt da, obwohl man bis 10 Minuten vor Spielbeginn in der Lieblgasse warten durfte, bis auch Mario Kustura und Wolfgang Straka auftauchten.

Vor Anfang an drückte Floridsdorf aufs Tempo und versuchte eine schnelle Mitte zu forcieren. Aber Gerhard Bayer im Tor von Post SV/2 hielt vom Start weg stark, unter anderem zwei Siebenmeter, und so kam es, dass es den routinierteren Post Spielern bald gelang, auf 6:9 davonzurücken. Auf die Floridsdorfer Versuche, schnell zu spielen, konnte sich nach einigen Minuten die gut funktionierende Post Deckung auch einstellen.

Bis zur Pause wurde der Vorsprung auf +5 erhöht. Dabei versuchten es die Floridsdorfer mit allen Mitteln. Angetrieben von Grafelmann, der ein sehr gutes Spiel machte, wurden konsequent schnelle Konter versucht. Ihre Deckung variierte von Manndeckung von Torjäger Mario Kustura über 6-0 bis zur Manndeckung vom Rückkehrer Thomas Gangel. Den sie übrigens nie unter Kontrolle bringen konnten, seine 16 (!) Tore waren spielentscheidend.

Und obwohl die Floridsdorfer vorne vor allem über den Kreis sehr gut spielten, so agierten sie doch sehr undiszipliniert. Dementsprechend kassierten sie einige Strafen für "Meckern", die prompt bestraft wurden. So führten die Postler nach der Hälfte der zweiten Halbzeit schon 19:28 und die Partie war entschieden. Nach dem Endergebnis von +7 bleibt nur ein einziges Resumée: Schade um die 2 Atzgersdorfer Punkte. So muss Post SV/2 halt die Erste rächen und jetzt gegen Fünfhaus gewinnen...


Kader Post SV/2:
Gerhard Bayer, Wolfgang Straka; Günther Soukup (2), Michael Plaschko (1), Mario Kustura (7), Martin Ilchev (4), Peter Haidvogel (1), Thomas Fournier (3), Daniel Cebin (2), Kurt Einzinger (1), Thomas Gangel (16)

Stimmen zum Spiel:

Thomas Gangel: Unser Spiel war sehr motiviert sowie sehr konzentriert, und das bis zum Ende. Eis war vielleicht ein Arbeitssieg, aber völlig verdient, denn wir hatten das Spiel jederzeit unter Kontrolle.

Michael Plaschko: Ein Sieg durch eine geschlossene Mannschaftsleistung, vor allem in der Verteidigung. Wir haben nicht mit den Schiedsrichtern diskutiert, Floridsdorf hat dafür andauernd reklamiert daher viele Strafen kassiert. Eine super Partie von Tormann Bayer, er hat den Floridsdorfern den Nerv gezogen. Und überragend natürlich Thomas Gangel mit seinen 16 Toren...


DER GESAMTE SPIELPLAN DER WIENER LIGA

Kurznotiz: +4 Sieg im Testspiel gegen P'dorf

14.11.2077 @Posthalle: Die gute Form unterstrich die Kampfmannschaft des POST SV erneut im Trainingsspiel gegen Perchtoldsdorf. Beide Mannschaften, so gut wie komplett, präsentiereten sich äußerst kompakt und entschlossen. Die Postler konnten sich zu Beginn gegen die baumlangen P'dorfer nur schwer einstellen und gingen mit -4 in die Pause (11:15). Zu wenig aggressiv die Deckung und zu konfus die 2. Welle. Nach der Pause kamen die Postler über die Deckung und einer weitaus strukturierteren 2. Welle wieder besser ins Spiel und gewannen die Partie noch mit 30:26. Fazit: Hut ab, insbesondere von der Leistung in der 2. Halbzeit. Gut, dass die Form so stabil ist, im Formationsangriff fehlt noch etwas die Ruhe - oder ist unser Tempo so hoch? Sorry. Ich muss weg ;)

6. Runde SG Fünfhaus Westwien - Post SV/1

Raphael Schneeberger
Raphael Schneeberger:
heute erstmals fehleranfällig, konnte in der 2.HZ doch gute Akzente setzen

Osman Ahmad
Osman Ahmad:
brachte auf rechts viel Tempo ins Spiel

Wolfgang Rothauer
Wolfgang Rothauer:
hier ist mit der Ursache allen Übels, unabhängig des Spielverlaufs

 

SG WAT 15 M-HB WW - Post SV/1 29:28 (14:15)

Fünfhaus - Post

 

Was für eine Partie! Das Handballerherz durfte sich ein wahres Spitzenspiel auf der Zunge zergehen lassen! Unglücklich für Post einzig der Ausgang, während das Publikum voll auf seine Kosten kam.

Schon beim extrem konzentrierten Aufwärmen merkte man den Kontrahenden an, dass dieses Spiel das erste Spitzenspiel der Saison für beide Mannschaften war, und so begann die Partie auch. Vor allem das Deckungsverhalten lag in den ersten Minuten klar über dem Liganiveau. So kam es auch, das nach dem 1:0 für Fünfhaus das 1:1 erst in der 5.Minute fiel, und es nach 10 Minuten 2:2 stand. Nicht die schlechte Wurfleistung war es, sondern die fokussierten Deckungsspieler beider Seiten liessen im schnell und gut geführten Spiel wenige Tore zu. Sogar mit leichten Vorteilen für die Post Deckung, die vor allem den gefürchteten Werfer Oskar Zorell erfolgreich nicht ins Spiel kommen liess, sowie gekonnt die schnellen Gegenstösse und die zweite Welle der Fünfhauser unterband.

 

Fünfhaus - Post

 

Es gelang uns, in der 15.Minute eine 3-Tore Führung rauszuholen. Jedoch hielt das 3:6 nicht lange, denn plötzlich schlichen sich unerklärliche Fehler ein, unter anderem ein Abspielfehler beim Abwurf (!) und Fünfhaus konnte innerhalb von einer Minute zum 6:6 ausgleichen. Zu diesem Zeitpunkt bekam Post dann auch noch eine 2-Minuten Strafe wegen Schiedsrichterkritik. Trainer Jimmy Hirnschall blieb nichts anderes übrig, als in der 16.Minute noch vor Beginn der Unterzahl ein Time-Out zu nehmen. Das Spiel entwickelte sich danach eher hektisch, geprägt von technischen Fehlern und überraschenden Fehlwürfen auf beiden Seiten, die das Spiel knapp hielten. Trotzdem wurde das Tempo nicht reduziert, immer noch wurde sehr intensiv gespielt. Die Unterzahl endete 1 zu 1, der Spielstand verblieb fortwährend plus 1 für Fünfhaus beziehungsweise Unentschieden. Die Post-Deckung hatte sich erfangen und spielte nun wieder bärenstark, erhielt dann aber im jeweils siebten Versuch der Angreifer doch noch dieses dumme weitere Tor - zermürbend. Bei 10:10 in der 25.Minute wieder Unterzahl gegen Post, welche jedoch mit einer guten taktischen sowie kämpferischen Leistung wieder 1 zu 1 endete. An Kampfgeist mangelte es uns heute auf keinen Fall.

 

Fünfhaus - Post

 

Jedoch zehrte das sehr hohe Tempo an der Konzentration der Postler. Symptomatisch das 12:11 für Fünfhaus durch Oskar Zorell, der am linken Aufbau von aussen abschloss, und danach ungehindert auf den rechten Aufbau spazieren durfte, um den einenen Stangenabpraller in Ruhe zu fangen und einzuwerfen. Es muss an dieser Stelle gesagt sein, dass der hochgejublte Zorell sich an der gut postierten Post Deckung bisher die Zähne ausgebissen hatte und viele erbärmliche Fehlwürfe gezeigt hatte, was eigentlich für unsere Verteidiger spricht. Im Angriffspiel der Postler stand das Kollektiv im Vordergtrund, welches geduldig und taktisch agierte. Überaus geschickt wurde der freie Mann gesucht und fast immer gefunden, aber es reihten sich auch Fehlwürfe ein. Eine Minute vor der ersten Halbzeit die Post Führung mit 13:14 als Raphael Schneeberger frisch dazukam und traf. Dieser Vorsprung wurde auch in die Pause mitgenommen, allerdings folgte dem 14:15 ein bitterer Beigeschmack, als René Wenk mit der Pausensirene noch einmal beim Verhindern des schnellen Konters der Heimmannschaft eine 2-Minuten Strafe kassierte.

 

Fünfhaus - Post

 

 

 

In der Halbzeit wechselte Post den Tormann, Robert Stutzenberger bekam die Chance den gegnerischen Angreifern den Zahn zu ziehen. Fünfhaus erzielte gleich binnen weniger Sekunden den Ausgleich, aber die Unterzahl endete dann doch glimpflich mit 2:2, das bedeutete weiterhin ein Tor Führung und somit 16:17. In der sechsten Minute der zweiten Halbzeit dann aber die große Chance für Post, als bei 17:18 zuerst einer, dann noch ein zweiter Spieler bei Fünfhaus eine 2-Minuten Strafe kassierte. Aber das tolle Überzahlspiel kam nicht zustande, keiner der eingeübten Spielzüge funktionierte und die Zeit verrann. Es wurde zwar eine 18:20 Führung rausgeholt, aber dann vergab Gunnar für Post SV auch noch einen Siebenmeter. Dies führte zu kurzzeitiger Hektik bei den Postlern, die hinten plötzlich löchrig agierten und vorne unkonzentriert Abschlüsse suchten. Fünfhaus kämpfte sich Tor um Tor heran und erzielte durch Oskar Zorell den 21:21 Ausgleich. Die Deckung von Post wirkte in dieser Phase extrem müde und es half natürlich nicht, dass man beim Ausgleichstreffer auch noch eine 2-Minuten Strafe hinnehmen musste. Trotzdem konnte Günther Maderböck mit einem schönen Wurf die kurzzeitige Eintoreführung erzielen, durch eine schnelle Auflage konnten die Fünfhauser jodoch sofort wieder ausgleichen, zudem erhielt Raphael Schneeberger bei dieser Aktion eine 2-Minuten Strafe. Trotzdem verlor man die Unterzahl nur -1 und so stand es nach 12:46 in der zweiten Halbzeit 23:22 für die Hausherren. Nun war den Postlern - nicht zuletzt aufgrund des vermehrten Unterzahlspiels - die Müdigkeit klar abzulesen. Vorne spielte man ideenlos, halbherzig wurden schlechte Wurfpositionen genommen, und hinten liess man die Fünfhauser ihr Spiel aufziehen. Vor allem durch die überragenden Flügel Christoph Zeiml und ganz besonders Andreas Jurdak, dem in dieser Phase einfach alles gelang.

 

 

Fünfhaus - Post

 

Irgendwie konnten wir dann doch das 25:23 in ein 25:25 umwandeln. Nach dem 26:25 bekamen unsere Gegner dann eine dumme Strafe aufgebrummt. Doch die Überzahl konnte nicht genutzt werden. Matthias Berger, der in dieser Phase am linken Flügel stark spielte, traf zwar zum Ausgleich und holte kurz darauf einen Siebenmeter heraus, doch Gustavo verwarf diesen sowie dann auch noch den Abpraller vor dem leeren Käfig (Lattenkreuz) - symptomatisch für das nicht 100%-ige Spiel unserer Mannschaft in dieser Phase. Ab diesem Zeitpunkt (Minute 22:46 der zweiten Halbzeit) kam plötzlich allgemeine Hektik auf und beide Seiten zeigten ihr bestes Chancenverhauen, inklusive einem klar verworfenen Siebenmeter von Fünfhaus, Unterzahlkonterpässen, die von zwei lächelnden Verteidigern abgefangen wurden sowie Kreispässen zu nicht vorhandenen Kreisspielern.

 

 

Fünfhaus - Post


 

Dann die Schlussphase: Raphi konnte in der 26.Minute den 28:28 Ausgleich erzielen, darauf folgte eine konzentrierte Deckung der Post sowie eine nun langsam etwas müde wirkende Fünfhauser Mannschaft... plötzlich ein Konter für Post, den Matthias jedoch leider vergibt und im direkten Gegenzug fällt das 29:28 vom rechten Flügel durch den Rechtshänder Christoph Zeiml. Als wir danach auch noch den Ball im Angriff verlieren, lässt sich Fünfhaus in ihrem Angriff plötzlich sehr viel Zeit - die Uhr tickt. Als sie wegen angezeigtem Zeitspiel zu einem harmlosen Schuss gezwungen werden, der uns in Ballbesitz bringt, nimmt Jimmy Hirnschall bei Minute 29:19 ein Time-Out. Zumindest das Unentschieden war zu diesem Zeitpunkt realistisch.

 

 

Fünfhaus - Post


 

Letzter Angriff: der angesagte Spielzug wird durch das überraschend offensiv agierende Deckungssystem der Fünfhauser unterbunden. Doch der Druck bleibt aufrecht, bis bei Minute 29:48 Routinier Gustavo Fernandez einen Wurf riskiert, der vom starken Tormann Stefan Gangel gehalten wird. Das Spiel war entschieden, knapp aber doch musste sich die Post erstmals geschlagen geben.

 

Das Fazit: Es trafen zwei Top-Teams der Wiener Liga aufeinander, die beide ihren Anspruch auf den Meistertitel klarmachten. Das Spiel hätte sich vom Verlauf zumindest ein Unentschieden verdient. Die besten zwei Männer am Feld waren heute ganz klar die beiden Schiedsrichter Hurich und Zichtl. Bei so einer haarigen und knappen, teilweise auch hart geführten Partie so souverän zu pfeifen, Hut ab! Es ist zu einem großen Teil auch ihr Verdienst, dass die Partie für das Publikum so attraktiv verlief. Und für uns? Na gut, blöd gelaufen, aber es ist noch nichts verloren. Jetzt gewinnen wir zuhause erstmal gegen die West Wiener Rentnertruppe und dann schiessen wir Fünfhaus im Heimspiel wieder auf den Boden der Realität runter!

 

 

Fünfhaus - Post

 

Kader Post SV/1:
Florian Sonntag, Thomas Stutzenberger; Lukas Steiner (1), Robert Rössler (2), René Wenk (1), Thomas Bobens (5), Gustavo Fernandez (5), Gunnar Finck (3), Raphael Schneeberger (4), Christoph Weber (1), Wolfgang Rothauer, Osman Ahmad (2), Matthias Berger (1), Günther Maderböck (3)

Kader SG WAT 15H - HB WW:
Stefan Gangel, Michael Draca, Manuel Walser (2), Patrick Depauly (1), Andreas Schmidhuber (2), Andreas Jurdak (10), Christoph Zeiml (3), Oskar Zorell (6), Matthias Kowarik (2), Robert Stangl (1), Lukas Berger (1), Stefan Zlatkovic, Florian Hofer (1), Daniel Schmidbauer

 

Stimmen zum Spiel:

Gustavo Fernandez: Wir haben bei viel zu vielen Situationen von 6 oder von 7m verworfen. Dazu kamen noch technische Fehler - und es war aus. Bitter, denn bei ihnen war das nicht der Fall, sie haben einfach getroffen. Dass wir nicht gewonnen haben, können wir uns selbst zuschreiben.

Trainer Jimmy Hirnschall: Es war klar, dass die Chance auf zumindest einen Punkt da war, wir hatten eben ein bißchen Pech in der entscheidenden Phase, denn 2-3 Stangentreffer müssten eigentlich im Tor landen. Der allerletzte Angriff darf von einer routinierten Mannschaft so nicht gespielt werden, selbst wenn der Wurf ins Tor gegangen wäre, wäre die Chance auf einen weiteren Verlusttreffer über die schnelle Mitte da gewesen. Aber alles in allem war das Spiel und vor allem der Kampfgeist der Mannschaft zufriedenstellend. Zuhause müssen wir jedoch gewinnen.

Christoph Zeiml (Fünfhaus): Das Spiel war sehr knapp und sehr spannend, anscheinend hatten wir gegen Ende mehr Luft. Dadurch gab es für uns das glücklichere Ende. Für das Publikum war es bestimmt sehr attraktiv anzusehen.

Oskar Zorell (Fünfhaus): Das Spiel war gut, aber von vielen technischen Fehlern geprägt. Im Endeffekt war es unser Tormann, der den Unterschied machte.

 

 

René Wenk
René Wenk: vorne gute Arbeit am Kreis, hinten als Arbeitstier das um und auf

Robert Stutzenberger
Robert Stutzenberger:
konnte nach Tormanntausch gut halten, aber die Partie nicht drehen

Christoph Weber
Christoph Weber:
schaltete in der Deckung souverän Oskar Zorell aus

Unsere Heimhalle

Aufgeschnappt ...

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Feldhandball, Hallenhandball, Beachhandball

Phantom Postler

Ein Phantom Postler ist ein Spieler der vom Management als Verstärkung angekündigt wurde, jedoch selber a) nichts davon weiß, geschweige denn b) tatsächlich für den Post SV spielte. ;)

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