| Reisebericht Balaton Beach 2008 |
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Die Post bringt allen was. So auch dem Basti, dem Turnierorganisator des Beachandballturnieres in Györdesdias am ungarischen Balaton. Dieses Jahr brachten wir Basti zum zweiten Mal zwei Mannschaften. Obwohl es von den Leuten her eher knapp war, aufgrund einiger Last-Minute Absagen waren heuer nur 10 Leute von Beginn an dabei.
"Sind die Strassen hier alle auf dem neuesten Stand, Mampf?"
Nachdem auch Sunny mit einer Handvoll bundesdeutscher Freunde - Jan, Christoph und sein wegen dem EM-Finale angereister Bruder Sebastian - angekommen war, wurde von Grillmeister Mampf der noch schnell vom Nachbarn ausgeborgte Griller angeworfen und köstlich gegrillt. Eine wichtige Erfahrung fürs Leben machten wir dort auch. Ein Beertender-Fass lässt sich nur mit einem Beertender geniessen. Aber das störte nicht, wir waren ausreichend mit Flaschen versorgt.
Als man nach 2 Uhr zum Quartier zurückkehrte, war endlich Schlafenszeit. Hm, nicht für alle, Gerd, Günther und Sebi machten noch eine Erkundungstour an die am nahen Strand gelegenen Discos. Im feinen "Club Blondie" wurde noch das eine oder andere Mal angestossen. Turniertag 1 Zum Frühstück trafen sich alle Postler bei Basti, die meisten topfit. Ludwig und Matthias waren inzwischen auch angereist. Im Lokal herrschte alles andere als Ruhe, denn gleich zwei deutsche Damenteams waren - unabhängig von einander - mit Megaphonen angereist. Die Sorte, welche auch auf Knopfduck Fußballgesänge rauslärmen kann. Schön, dachten wir alle, als das Frühstückszelt in "Ole Ole Ole"s unterging, während die deutschen Mädels mit ihren Deutschland-Fahnen piepsten. Die Teams waren schon am Vortag bestimmt worden. Die "Tullner Partie", also jene, die schon das Turnier in Tulln gespielt hatten, bildeten Team Post Wien 1, der Rest spielte für Post 2. Wobei Post 2 ein klitzekleines Problem hatte, sie hatten keinen Tormann, Srecko hatte sich kurzfristig verletzt. Aber kein Problem, Peter meldete sich freiillig für diese Aufgabe, wusste er doch nicht, wie einsatzbereit seine vormals verletzte Wade denn war. Somit traten wir in folgenden Aufstellungen an:
Post 1 - Conteneo. Die Einsertruppe traf gleich einmal auf die stark eingeschätzten Spanier. Aber die Vorbereitung beim Tullner Turnier hatte viel gebracht, das Team spielte taktisch klug. Man verzichtete bewußt auf "einfache" Tore, so wie die Spanier auch. Es entwickelte sich ein großartiger Kampf, der Dank einer super Leistung von Sunny im Tor 1-1 endete. Im Shootout konnte Post 1 dann sogar ohne Gegentreffer gewinnen - na bitte. Post 2 - Quirinus Beacher / TSG Neuss. Team zwei spielte ohne Ersatzspieler und ohne Tormann gegen die lautstarken Deutschen. Das Spiel begann unglücklich, der Tormann Peter hielt nichts, HZ 1 wurde klar verloren. Danach rafften sich aber die Postler auf, kämpften zurück und konnten die verblüfften Neusser in Hälfte zwei besiegen. Somit Shootout, und Jan entpuppte sich im Tor als ein wahrer Killer. Ohne Gegentreffer siegte auch Post 2.
Post 1 - Quirinus Beacher / TSG Neuss. "Ausgeguckt" sagen unsere bundesdeutschen Nachbarn. Post 1 hatte sich ein taktisches Konzept zurecht gelegt, spielte wiederum äußerst diszipliniert und irrsinnig stark. Die Neusser waren chancenlos und wurden mit 2:0 verputzt. Vermutlich konnten sie nach der so klaren Niederlage in der Nacht auch Post 2 - Celldömölk. Die Ungarn präsentierten sich als eine blutjunge Truppe von Puszta-Klamaukern, die individuell nicht schlecht waren, aber als Team keine Beach-Klasse zeigten. In Halbzeit 1 wurden sie - wenn auch knapp - besiegt. Aber wenn man sich zu siegessicher ist, passieren dumme Fehler. So auch hier, und es gelang Post 2 doch tatsächlich durch mangelhafte Wurfausbeute sowie schlechtes Zusammenspiel die zweite Hälfte zu verlieren. Ärgerlich. Aber im Shootout blieb Jan wieder ohne Gegentreffer - Sieg Post. Damit endete das Turnier auch schon für diesen Tag, und das schon gegen 16 Uhr. Was einigen sauer aufstiess, war doch am Tag darauf das EM-Finale, und man wollte rechtzeitig nach Wien abreisen. Die Turnierleitung sah das anders, und wir Wenn es Nacht wird am Balaton. Gegen 18 Uhr waren wir wieder im Quartier, wo die Postler der Reihe nach duschen gingen, und sich auf dem Abend vorbereiten. Für genug Bier war auch gesorgt, vom Vortag war noch einiges da. Einige vergnügten sich mit dem klassischen "Wer bin ich?"-Spiel und Einer war so freudig, dass er in das Spiel vertieft die Zeit übersah und als letzter ungeduscht da saß: unser Penaltykiller Jan. Glücklicherweise hat er nette Ab zum Essen. Jan bestand trotzdem noch auf eine warme Dusche. Er ist eben sehr reinlich. Nachdem wir nun auch die gesamten Biervorräte im Haus vernichtet hatten, brachen wir gemeinsam zum Restaurant Bacchus auf. Dort wo wir im Vorjahr drei Dinge erlebt hatten. 1) Dort lebt die Definition vom bürokratischen Bestellvorgang. 2) Es gibt eine Speise namens "Essige Gurke" 3) Nicht jede rote Sauce ist Ketchup. Routinier Raphi nahm das Bestellen in die Hand, sammelte die Wünsche der Spieler ein und sorgte unter geschmeidiger Bontempi Live-Musik für eine neue Bestzeit in Baccus Essensbestellung. Respekt! Das restliche Teams aber führte sich auf wie kleine Mädchen in rosa Röcken. Zuerst konnten wir nicht draussen sitzen, weil dort so viel Ungeziefer war. Danach schmeckte das Bier so grauslich. Und nach dem Essen stand man auf und wollte gehen, das traditionelle Hockenbleiben völlig ignorierend. OK zugegeben, "Dreher" Bier, wie wir es dort bekamen ist wirklich fürchterlich. Aber nur kurz Als sie dann zu Basti nachkamen bot sich dort ein ähnliches Bild wie am Vorabend. Überall laut Fußballieder singende Deutsche, Herren sowie Damen. Und rege Bestellungen von Hubertus. Nachdem wir alle unsere Tanks aufgefüllt hatten ging es nun in die Discos am Strand, vorzugsweise den am Vorabend erprobten "Club Blondie". Der Ehrgeiz setzte sich durch. Nach nur einem Getränk ging der Großteil des Teams ins Quartier zurück, um zu schlafen. Was sie verpassten war, dass das Lokal einige Zeit späterin eine Wolke des Duftes von verbranntem Kabel eingehüllt wurde und sich schlagartig leerte. Einige Postler schafften es aber immer noch Stunden bis zum Aufbruch zu verweilen. Turnertag 2
Post 2 - Conteneo. Die Spanier wurden von der umgestellten Aufstellung überrascht. Shootout Superstar Jan spielte heute fix im Tor, Feldtormann war Bomber Rothi und Peter lief am Kreis ein. Plötzlich spielte Post 2 ein sehr flexibles und technisch tolles Beachhandball. Zweimal knapp verlorene Hälften bedeuteten eine 0-2 Niederlage, aber die Postler wären mit so einer Leistung übers gesamte Turnier ein Mitfavorit gewesen. Post 2 - Camelot. Leider musste man kurz darauf wieder ran, gegen gut ausgeruhte nun doch aufgetauchte Holländer. Mit gutem Spiel, aber hoher Müdigkeit und schlechter Wurfausbeute verlor man auch 2-0. Somit war Post 1 in der oberen Play-Off gegen Camelot und Conteneo, Post 2 spielte gegen Celldömölk und Neuss um die Plätze 4-6.
Post 2 - Celldömölk. Die neue Post 2 fuhr dagegen mit voller Kraft an. Feldbomber Rothi hatte sein Zielvisier nun endgültig eingestellt, traf wie er es wollte, dazu kamen Flügelwürfe, Kreisflieger und auch von Nicht-Tormann Jan toll gehaltene Bälle. Celldömölk wurde weggefegt, ein 2-0, bei dem man sich sogar Bonuspunkte verdient hätte.
Post 1 - Conteneo. Das Finale des Herrenturniers wurde auf wirklich hohem Niveau gespielt, die vielen Zuseher sahen ein Somit landete Post 1 auf Platz 3, hinter den Spaniern, die man zweimal besiegt hatte. Gemeinsam gingen alle Postler noch einmal ins Wasser baden, um dann blitzartig aufzubrechen, und im heimatlichen Wien das EURO-Finale zu sehen. Was gab es sonst noch? Nun, Rothi verweilte noch ein ewnig am Beach, trank noch genüsslich ein Bierchen, liess die anderen davonfahren. Danach stieg er in seine Corvette, überholte alle und war längst in Wien, als die anderen erst an der Grenze von strengen Passkontrollen (wegen dem EM-Finale?) überrascht wurden. Die aber nicht streng waren, auch die ohne Pass kamen irgendwie durch. Gustavo wurde zuhause noch von einem gemütlichen Rohrbruch erwartet, die Deutschen verloren im Finale gegen Spanien, es gab eine Piefkinesische Niederlage und sagte ich schon, dass unsere bundesdeutschen Brüder im Endspiel keine Chance hatten? Wir sind richtig gute Beacher geworden. Vielleicht geht sich heuer ja noch ein Turnier aus Alle Fotos vom Turnier findest du HIER . Autogrammwünsche und Lobeshymnen schickst du HIERHIN .
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